Britisches Militär strapaziert Gastfreundschaft aufs Unerträgliche

Beginn der Baumaßnahmen noch innerhalb der Widerspruchsfrist wird vom Förderverein Nationalpark auf das Schärfste verurteilt. Skandalöses  und rücksichtsloses Verhalten gegenüber Gastgebern, Bürgern und Natur.

Der Förderverein Nationalpark Senne-Eggegebirge e.V. ist entsetzt, dass das britische Militär mit vorbereitenden Baumaßnahmen für die Kampfdörfer bereits innerhalb der 30tägigen Widerspruchsfrist der Genehmigung begonnen hat. „Es werden Gehölze gerodet und geschützte Biotope zerstört und somit Tatsachen geschaffen, die die gesetzliche Widerspruchsfrist ad absurdum führen.“ so Dr. Ute Röder.

„Wer sich so unsensibel verhält und vor Ablauf der Einspruchsfrist mit Maßnahmen beginnt, der tritt bürgerschaftliches Engagement und Gastfreundschaft mit Füßen und will seine Rechte rücksichtslos durchsetzen.“ äußert sich Dr. Godehard Franzen, Vorstandsmitglied des Fördervereins.

Wie der Förderverein immer wieder betont, haben die Briten einen großen Anteil daran, dass die Senne ein einzigartiges Juwel in unserer zersiedelten Landschaft ist. Es gab über viele Jahre ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen militärischer Nutzung und Naturschutz. Dieses Gleichgewicht ist zu Ungunsten der Natur, der Bürger und der Regionalentwicklung gekippt. „Unter solchen Umständen kann man vom britischen Militär nicht mehr von Gästen sprechen. Gäste verhalten sich anders. Man kann Gastfreundschaft überstrapazieren.“ so Henning Schwarze, stellv. Vorsitzender vom Förderverein Nationalpark „Obwohl 80 % der Bevölkerung  laut einer EMNID-Umfrage den Bau von Kampfdörfern ablehnen, in kurzer Zeit mehr als 10.000 Protestunterschriften gesammelt wurden und viele regionale Verbände gegen die Maßnahmen votierten, halte das britische Militär selbstherrlich an seinen Plänen und seinem Anspruch auf „Planungshoheit“ fest.“  ärgert sich Henning Schwarze.

Ebenso unverständlich ist, dass der Kreis Gütersloh diesen vorgezogenen Maßnahmenbeginn genehmigt hat. „Jede untere Landschaftsbehörde, die sich als Landschafts“schutz“behörde versteht, kann hier nicht mit guten Gewissen zustimmen. Wenn die Landschaftsbehörde des Kreises Gütersloh dies getan hat verdient sie entweder ihren Ruf als Naturschutzbehörde nicht oder es sind mögliche fachliche Bedenken vom Landrat einfach vom Tisch gewischt worden.“ so Ute Röder.

„In der Bevölkerung wird unter den gegebenen unsäglichen Umständen der Wunsch nach einem Abzug der Briten immer lauter. Für diesen Fall kann eine vernünftige Regionalplanung einen Abzug auffangen und in OWL Impulse setzen, die zu einer wirtschaftlichen Wertschöpfung führen, wie sie die immer rücksichtsloser werdenden Gäste aus dem Königreich nicht erbringen.“ sind sich Ute Röder und Godehard Franzen einig.

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