Ostwestfalen-Lippe will den Nationalpark!

EMNID-Umfrage

Mehr als 85 Prozent der Bevölkerung in Ostwestfalen-Lippe befürworten die Einrichtung eines Nationalparks in Senne,Teutoburger Wald und Eggegebirge. Zu diesem sehr deutlichen Ergebnis führt eine repräsentative Umfrage des EMNID-Instituts. „Diese überwältigende Befürwortung der Menschen in der Region ist ein klares Signal an die Verantwortlichen in der Politik und die Landesregierung in NRW.“

Das unabhängige Marktforschungsinstitut EMNID hat im Oktober 2008 Bürgerinnen und Bürger in den Kreisen LippePaderbornHöxter undGütersloh sowie in der Kreisfreien Stadt Bielefeld zu dem Thema „Nationalpark in OWL“ im Rahmen einer repräsentativen Umfrage befragt. Die Auswertung der Umfrage ist eindeutig: Die Bevölkerung befürwortet die Einrichtung eines Nationalparks und ist von den Vorteilen für die gesamte Region überzeugt. 86 % der Befragten befürworten den Nationalpark und verbinden damit einen besseren Schutz der Natur, einen Imagegewinn für die Region, eine Förderung des Tourismus, einen wirtschaftlichen Nutzen sowie die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Insbesondere die jüngere Generation (bis 29 Jahre) sieht Vorteile durch einen Nationalpark (90 %). Die bislang von der Holzwirtschaft vertretene Meinung, dass ein Nationalpark ein Nachteil für die Region wäre und Arbeitsplätze durch einen Entzug der Fläche für die wirtschaftliche Nutzung (z.B. Holzwirtschaft) gefährdet, teilen jedoch nur 11 % der Bürgerinnen und Bürger.

Viele nehmen die öffentliche Diskussion um die Einrichtung eines Nationalparks in OWL wahr. Nur 1 % lehnen ihn grundsätzlich ab und 1% befürchten Einschränkungen für Unternehmen z.B. Land- und Forstwirtschaft. 85 % der Befragten sind davon überzeugt, dass ein Nationalpark eine Verbesserung des Freizeitwertes und des Images von Ostwestfalen-Lippe, als Gebiet mit besonderen Naturschönheiten, bedeutet.

79 % der Befragten denken, dass sie als Bürgerinnen und Bürger von neuen Möglichkeiten des Naturerlebens in einem Nationalpark profitieren werden und sind der Meinung, dass sich ein Nationalpark positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung auswirkt (64 %).

Groß ist auch das Interesse an einer aktiven Nutzung des Nationalparks. Auf die Frage „Wenn es in der Region einen Nationalpark gäbe, würden Sie ihn besuchen?“ antworteten 92 % mit „Ja“. In der wichtigen Altersgruppe 30 bis 39 Jahre (Konsumenten, junge Familien, Facharbeitskräfte) lag diese Zahl sogar bei 96 %.

Der Begriff „Nationalpark“ ist in der Bevölkerung durchweg positiv besetzt. 94 % verbinden mit einem Nationalpark „großartige Naturlandschaft“, 86 % ein „Rückzugsgebiet für bedrohte Pflanzen und Tiere“, ebenfalls 86 % sehen in einem Nationalpark eine „Naturerfahrung für Kinder“, 84 % ein Gebiet für Wissenschaft und Forschung und 83 % verbinden mit einem Nationalpark ein attraktives Erlebnis- und Erholungsgebiet.

Um bei der Umfrage Verwechselungen mit dem Begriff „Naturpark“ auszuschließen, wurden den Teilnehmern Eingangs verschiedene deutsche Nationalparks, wie z.B. die Nationalparks WattenmeerHarzBayerischer Wald,EifelHainichMüritzKellerwald-Edersee vorgestellt und Nationalparkbesuche dokumentiert. 84 % der Befragten haben bereits einen Nationalpark in Deutschland besucht.

Bei den verschiedenen Altersgruppen und auch in den verschiedenen Kreisen ist das Ergebnis insgesamt einheitlich.

Ein klares Signal gab auch die Bevölkerung im Kreis Lippe. In dem Kreis, in dem die Diskussion um einen Nationalpark zur Zeit aktuell und heftig geführt wird, sehen 85% einen Nationalpark als Vorteil für die Region an. Der Nationalpark ist eine Chance – die Überzeugung innerhalb der Bevölkerung ist eindeutig.

Nach Ansicht des Fördervereins ist die überwältigende Befürwortung der Bürgerinnen und Bürger ein klares Signal an die Politiker, die bislang einem Nationalpark-Projekt ablehnend gegenüberstehen. „Auch für die kleineren Lobby-Gruppen in der Region, die bisher massiv versuchen Stimmung gegenüber einem Nationalpark zu machen, ist das Signal der Bevölkerung und der Bürgerwille klar: Ostwestfalen-Lippe will und braucht einen Nationalpark.“ so Henning Schwarze vom Förderverein.

„Ein Nationalpark im Bereich Senne, Teutoburger Wald und Eggegebirge kann auch die identitätsstiftende und verbindende Größe sein, nach der in OWL gesucht wird und durch welche die Region bundes- und europaweit bekannt wird“, so die Vorsitzende des Fördervereins Frau Dr. Ute Röder.

Die Meinungsumfrage war im Auftrag des Fördervereins, unterstützt durch die BUND Regionalgruppe Detmold, die Stiftung für die Natur Ravensberg und dieStadtwerke Bielefeld, von der TNS EMNID Medien- und Sozialforschung GmbH durchgeführt worden.

 

 

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