Dr. Ute Röder gibt Vorsitz bei Förderverein ab

Dr. Ute Röder

Ute Röder hat aus beruflichen Gründen ihren Vorsitz beim Förderverein Nationalpark Senne-Eggegebirge abgegeben. Die promovierte Biologin war seit 1999 Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat des Fördervereins und als Nachfolgerin von Dietmar Stratenwerth seit 2002 in einer Doppelspitze Vorsitzende des Vereins. Zunächst zusammen mit Prof. Ulrich Harteisen und dann mit Prof. Karl A. Otto setzte sie sich mit dem Verein für die Einrichtung eines Nationalparks im Bereich Senne-Teutoburger Wald-Eggegebirge ein.

Das Projekt stand 2005 bereits kurz vor der Realisierung, als der Landtag mit einer Rot-Grünen Regierung beschloss, den Staatsforst in der Egge im Verbund mit dem Truppenübungsplatz Senne bei dessen gleichzeitiger militärischer Nutzung als Nationalpark einzurichten. Die kurz darauf gewählte Schwarz-Gelbe Landesregierung mit Umweltminister Eckhard Uhlenberg wollte dann einen Nationalpark außerhalb des Truppenübungsplatzes in Teutoburger Wald und Egge zusammen mit einem Biosphärenreservat schaffen. Dieses scheiterte jedoch am Widerstand vor allem der Landwirte. Landrat Friedel Heuwinkel ergriff dann 2007 mit der Mehrheit von CDU, SPD, Grünen und freier Wählergemeinschaft im Kreistag Lippe die Initiative, den Nationalpark im Bereich Teutoburger Wald einzurichten. Dieses Vorhaben wird jetzt mit Unterstützung der Landesregierung realisiert. Die Planungen zur Senne sind abhängig von den Abzugsplänen des britischen Militärs.

Der Förderverein hatte an diesem Projekt unter Vorsitz von Frau Röder erheblichen Anteil. Die vom Wissenschaftlichen Beirat erarbeitete Fachkulisse mit Senne, Teutoburger Wald und Eggegebirge war Kern der Planungen und inspirierte die Fachdiskussion. Der Förderverein erarbeitete Informationsmaterial, hielt unzählige Vorträge und warb für die Nationalparkidee bei Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen und Verbänden, bei Bundes- und Landesministern. U. a. besuchte der damalige Bundesumweltminister Jürgen Trittin und Verteidigungsminister Peter Struck den Förderverein. Der wissenschaftliche Beirat berät die Fachbehörden bei ihren Planungen.

Frau Röder gibt ihren Vorsitz ab, weil sie ab 18. April die Tätigkeit als Fachbereichsleiterin für Umwelt und Energie beim Kreis Lippe aufnimmt. „Mir fällt es nicht leicht, den Vorsitz abzugeben, freue mich aber sehr darauf, in der neuen Funktion beim Kreis Lippe neben anderen neuen Herausforderungen natürlich auch für den Nationalpark zu arbeiten“ so Ute Röder.

Vorsitzender des Fördervereins ist weiterhin Prof. Otto, der dieses Amt bis zur Wahl einer Nachfolgerin von Frau Röder ausübt. Prof. Otto: „Mit Ute Röder verliert der Förderverein eine schwer zu ersetzende Stütze, die vor allem durch ihre Sachkompetenz, Vernetzung und Initiativen dem Verein Stärke gegeben hat. Das bedaure ich zutiefst, bin mir aber sicher, dass sie in ihrer neuen Funktion weiterhin unserem gemeinsamen Anliegen dienlich sein wird.“

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