„Nationalpark als Chance für Mensch und Natur“

Krollbach

Der Förderverein Nationalpark Senne-Eggegebirge ist optimistisch, dass schon im Laufe des nächsten Jahres der Nationalpark Teutoburger Wald-Eggegebirge beschlossene Sache ist. Derzeit arbeitet die Landesregierung an einem Kulissenvorschlag, mit dem das künftige Nationalparkgebiet abgegrenzt wird. „Sobald zwei noch ausstehende Gutachten die Machbarkeit bestätigen, können am ‚Runden Tisch’ mit allen Betroffenen die Details ausgehandelt werden, um einen breiten Konsens zu erzielen“, sagte der Vereinsvorsitzende Prof. Karl A. Otto auf der Jahreshauptversammlung des Fördervereins in Kohlstädt-Schlangen am 21. Mai. Unter dem Motto „Nationalpark als Chance für Mensch und Natur“ will der Verein mit kunstvollen Landschaftspostern eine Sympathiewerbung starten. „Ziel ist, dass wir den Nationalpark als Chance für einzigartiges Naturerlebnis und Naturschutz anschaulich machen, indem wir einfach nur die Schönheit der Landschaft zeigen, die Teil des Nationalparks sein wird“, erläuterte Vorstandsmitglied Dr. Lubek, der die Poster gestaltete.

Entschieden abgelehnt wird der Versuch der britischen Streitkräfte, in der Senne die bisherigen Einschränkungen und Lärmschutzauflagen aufzuheben. In einer einstimmig beschlossenen Erklärung heißt es: „Die Forderung der britischen Streitkräfte, nach dem umstrittenen Bau neuer Kampfdörfer nunmehr auch die Genehmigung für einen uneingeschränkten Übungsbetrieb an 365 Tagen im Jahr zu erhalten und den nächtlichen Schießbetrieb bis 23.00 Uhr auszudehnen, ist unakzeptabel und für die Bevölkerung der Anliegergemeinden ein Affront. Nach zwei Großbränden ist die Intensivierung des Übungsbetriebs auch ein weiterer störender Eingriff in die Natur der Senne.“  Prof. Otto dazu: „Wie groß die Beeinträchtigung vor allem auch für die Menschen in den angrenzenden Wohn- und Kurgebieten sein wird, ergibt sich schon daraus, dass der Grenzwert von 55 Dezibel nächtlichem Schießen auf Plätzen mit angrenzenden Erholungsgebieten und Kurbädern künftig um bis zu 30 Dezibel überschritten werden kann.“

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