Nationalparkdebatte ist nicht beendet

Pressemitteilung des Fördervereins vom 18.12.12

Weil der Kreistag Lippe seine regionale Initiative zur Errichtung eines Nationalparks Teutoburger Wald abgebrochen hat, erklären die Gegner dieser Initiative – allen voran wieder mal Stephan Prinz zur Lippe – die Nationalparkdiskussion generell für beendet. Aus Sicht des Fördervereins Nationalpark Senne-Eggegebirge ist das ein Trugschluss. Prof. Karl A. Otto, Vorsitzender des Fördervereins dazu: ,,Zwar ist der Kreistag mit seiner Initiative gescheitert, aber nicht das Projekt  ,Nationalpark Senne´, das in der Zuständigkeit des Landes liegt.“ Otto verweist darauf, dass das Land im Koalitionsvertrag zugesagt hat: ,,Wir werden die Errichtung  des Nationalparks Senne-Egge/Teutoburger Wald gemäß einstimmigem Landtagsbeschluss vom April 2005 vorantreiben. Die Einrichtung des Nationalparks Senne wird unter Federführung des Landes vorangebracht.“

Anliegen des Fördervereins bleibt nach wie vor, alles an Flora, Fauna, Habitaten und Ökosystemen in unserer Region dauerhaft zu schützen, was naturschutzfachlich als nationalparkwürdig begutachtet wurde. Otto:,,Dazu gehören neben der Senne auch die wertvollen alten Buchenwälder im Eggegebirge und Teutoburger Wald.“ In dieser Zielsetzung sieht sich der Förderverein auch bestärkt, weil sie den Erwartungen einer großen Mehrheit der Bevölkerung entspricht: ,,Immerhin hat eine repräsentative Meinungsumfrage vom Oktober diesen Jahres ergeben, dass 86% der Bevölkerung des Landes und 76% in unserer Region die Errrichtung eines Nationalparks im Gebiet Senne-Egge-Teutoburger Wald befürworten und darin Vorteile für sich, die Region und das Land sehen.“

Kommentar (1) Schreibe einen Kommentar

  1. Meiner Information nach entscheidet nicht der Kreis, sondern das Land über die Errichtung eines Nationalparks und gestimmt wurde im Landtag NRW schon 1991 für einen Nationalpark in der Region.
    Ein eindeutiges Gutachten des NRW-Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz liegt vor, das die Nationalparkwürdigkeit bestätigt. Sogar eine weitere militärische Nutzung wäre, diesem Gutachten nach, unter Beachtung der Prozessschutzziele weiterhin möglich.
    In einer Demokratie entscheidet auch kein Prinz über das „Ende von Debatten“, wir sind ja nicht im Kölner Karneval.
    86% der Menschen wollen, einer aktuellen Studie nach, diesen wertvollen zweiten Nationalpark für NRW.
    „Die Debatte“ sollte deshalb jetzt erst richtig losgehen!

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