Zu den Abzugsplänen der Britischen Streitkräfte: „Senne in Gefahr“!

Die Sprecher der Nationalpark-Koordinierungsstelle Marcus Foerster und Dirk Tornede begrüßen die Ankündigung der britischen Regierung das Truppenkontingent auch aus dem Bereich des TÜP Senne früher abzuziehen als bisher geplant. Dazu Dirk Tornede: ,,Uns ist bewusst, dass das Militär diese einmalige Landschaft zwar nicht geschaffen, aber dafür gesorgt hat, dass sie in großen Teilen erhalten blieb, weil sie andere Nutzungen (Landwirtschaft, Bebauung, Straßen, etc.) verhindert hat.

Jetzt geht es darum, die Senne auch ohne den militärischen Schutzfaktor als Hotspot der Artenvielfalt für die Zukunft zu sichern.“ Foerster ergänzt: ,,Der Schutz der vielen Rote-Liste-Arten und die Fortführung der Pflegemaßnahmen zum Erhalt der wertvollen Sandmagerrasen und Heideflächen müssen nun in Ruhe an die sich ändernden Rahmenbedingungen angepasst werden. Nur das Land NRW kann dies finanziell garantieren.“ Auch Karsten Otte, Sprecher der Bezirkskonferenz Naturschutz, sieht die Diskussion um einen Nationalpark Senne wieder im Aufwind. Otte wörtlich: ,, Die Senne ist in Gefahr: wenn die Briten abziehen, lauern jede Menge Nutzungsinteressenten auf Ihre Chance, die Natur dort zu zerstören. Der Naturschutz muss vorbereitet sein, wenn Teile der Senne nicht mehr militärisch benötigt werden. Der Nationalpark Senne bietet die Chance, die Heimat für die Bürger wieder erlebbar zu machen und gleichzeitig diese einmalige Natur- und Kulturlandschaft zu schützen und zu pflegen.“

Mit dem sogenannten Umstationierungskonzept der britischen Streikräfte wird für die Sennefreunde deutlich, dass es nun an der Zeit ist, die Weichen richtig zu stellen. Im Vergleich zu anderen, viel strukturschwächeren Regionen wird die Region OWL die Truppenreduzierung  gut verkraften können, sind sich die Nationalparkbefürworter einig. Ein Nationalpark bietet zudem viele neue positive Entwicklungschancen, (die nicht wieder im parteitaktischen Streit zerredet werden sollten) und wird vom allergrößten Teil der Bevölkerung gewünscht!


 

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