Nutzung der Senne durch Bundeswehr nicht entschieden

In einem Schreiben des Bundesministeriums für Verteidigung an die Vorsitzenden des Fördervereins Nationalpark Senne-Eggegebirge vom 24. Februar wird versichert, dass die Bundeswehr noch nicht über eine eventuelle Folgenutzung des Truppenübungsplatzes Senne entschieden hat. Eine Bedarfsprüfung wird das Verteidigungsministerium erst durchführen, wenn die Abgabe des Truppenübungsplatzes durch die britischen Streitkräfte konkret bevorsteht und eine Freigabeerklärung vorliegt. Das Ministerium versichert: „In diese Prüfung werden auch umwelt- und naturschutzrechtliche Aspekte in enger Abstimmung mit dem Land Nordrhein- Westfalen und den Anliegergemeinden einfließen.“ Zudem wird darauf hingewiesen, dass schon jetzt die vertraglich gesicherte Verpflichtung besteht, bei der Geländebetreuung des Truppenübungsplatzes dem Ziel Nationalpark „so weit wie möglich Rechnung zu tragen.“ D.h., dass das Pflege- und Entwicklungsmanagement des TÜP Senne zum Nationalpark bei Wahrung des Vorrangs militärischer Interessen intensiver wahrgenommen und sukzessive umgesetzt werden kann und Möglichkeiten für weitere Vorkehrungen zum Schutz der Senne vor Zugriffen, die im Widerspruch zu den Schutzzielen stehen, gegeben sind.

Die Vorsitzende des Fördervereins, Erdmute von Voithenberg, erklärt dazu: „Diese Auskunft des Ministeriums lässt Handlungsraum für die Landesregierung, die einen Nationalpark Senne will, und Spielraum für Kompromisse.“

Pressemitteilung des Fördervereins Nationalpark Senne-Eggegebirge e.V. vom 02. März 2014

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