Ergebnis der Mitgliederversammlung des Fördervereins Nationalpark Senne-Eggegebirge e.V. vom 9. Mai 2015

Der Förderverein Nationalpark Senne-Eggegebirge e.V. nimmt mit Zuversicht zur Kenntnis, dass nach Jahren des Stillstands Bewegung in die Realisierung eines Nationalparks Senne gekommen ist. Daher fordern wir Umweltminister Johannes Remmel auf, die in seiner Zuständigkeit liegenden unten aufgeführten Schritte auch umzusetzen.

Die Kartierung der Biotoptypen auf dem Truppenübungsplatz, eine Voraussetzung für ein nationalparkkonformes Gebietsmanagement, ist  abgeschlossen. Auf dieser Grundlage kann jetzt entschieden werden, welche Teile des Truppenübungsplatzes auch bei laufendem militärischem Betrieb schon jetzt der natürlichen Entwicklung überlassen werden können. Eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der Bundesforst, der Bezirksregierung, der britischen Streitkräfte, der Kreise Paderborn, Lippe und Gütersloh, des Landesbetriebs Wald und Holz und des Landes NRW, die dieses Gebietsmanagement übernehmen soll, besteht bereits und wird ihre konkrete Planungsarbeit bald aufnehmen. Von Seiten des Nationalparkfördervereins wird von der federführenden BIMA gefordert, dass in diese Arbeitsgruppe nun von Anfang an auch zwei Vertreter des ehrenamtlichen Naturschutzes aufgenommen werden, die mit ihrem Fachwissen die Entwicklung des Gebietsmanagements unterstützen können. Die Landesregierung legt in Kürze den Entwurf für ein Landesnaturschutzgesetz vor, in dem vorgesehen ist, dass in NRW die Landesregierung ein Vorkaufsrecht für alle FFH-Flächen haben wird. Damit könnte nach dem Abzug der britischen Streitkräfte verhindert werden, dass Flächen des TÜP Senne durch Veräußerung Nutzungsinteressen überlassen werden, die einen Nationalpark verhindern. Der Förderverein hält es für dringend geboten, dass das neue Landesnaturschutzgesetz zügig in die Anhörung und auch Verabschiedung noch in diesem Jahr geht.

Die Bundesumweltministerin Hendricks hat bei ihrem Besuch auf dem Truppenübungsplatz im März angesagt: „Der Nationalpark wird kommen“ und in Aussicht gestellt, dass sich ein Kompromiss auch mit der Bundeswehr finden lässt. Auch die Bundesverteidigungsministerin sagte bei ihrem Besuch in der Senne: „Was den Nationalpark betrifft, wird sich eine Lösung finden.“ Damit zeichnet sich eine Realisierungschance ab, die für den Naturschutz, die Regionalentwicklung und auch die Bundeswehr akzeptabel wäre. Der Förderverein fordert Landesumweltminister Remmel auf, die Gespräche mit den zuständigen Bundesministerien (Umwelt, Verteidigung und Finanzen) zu intensivieren und dem Wunsch nach einer Nationalparkausweisung mehr Nachdruck zu verleihen.

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft wird aufgefordert, die Bemühungen des
Landesumweltministers zur Einrichtung eines Nationalparks „Senne“ nach Kräften zu
unterstützen. Dazu gehört insbesondere, den Nationalpark „Senne“ als Zieldarstellung in den Landesentwicklungsplan – LEP NRW aufzunehmen!

 

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