Initiativkreis „Freie Senne“ kritisiert Ausweitung der militärischen Nutzung

In ihrer neuesten Ausgabe „Unsere Senne“ beschäftigen sich mehrere Autoren mit der Bedeutung der Senne für den Naturschutz und mögliche Auswirkungen, wenn demnächst auch noch NATO-Truppen den Truppenübungsplatz nutzen würden.

Prof. Ulrich Harteisen, ehemaliger Vorsitzender des Fördervereins Nationalpark Senne, beschreibt die Senne als den wertvollsten Landschaftsraum in NRW mit „europaweiter Bedeutung“. Er bedauert, dass dem Schutz dieses einzigartigen Gebietes „nicht die notwendige Priorität in der Landesplanung eingeräumt wird“.

Für Fritz Buhr, Sprecher der Paderborner Umweltverbände, ist dieses einzigartige Naturgebiet besonders gefährdet: „Wenn die Bundeswehr mit ihren Schützenpanzern durch die Senne pflügt, wird dort kein Kraut mehr wachsen“.

Ein besonderer Schwerpunkt der Ausgabe ist „Die Senne als Trinkwassergewinnungsgebiet“. Dr. Manfred Dümmer, BUND-Arbeitskreis-Wasser, weist auf die Bedeutung der Senne für die Wasserwirtschaft hin. Neben der Weseraue ist die Senne in OWL das wichtigste Grundwasserreservoir für die Trinkwasser- und Brauchwassergewinnung. Alle Grundwasservorkommen auch in Zukunft besonders zu schützen müsse oberstes Ziel von Politik und Verwaltung sein. Eine geplante Intensivierung der Nutzung des Truppenübungsplatzes sei mit diesem Ziel nicht vereinbar.

In weiteren Beiträgen wird der Frage nachgegangen, ob in heutiger Zeit Kriegsübungen, für die der Truppenübungsplatz genutzt wird, noch notwendig sind. Der Arbeitskreis Freie Senne setzt sich engagiert für eine Beendigung der militärischen Nutzung und die Einrichtung eines Nationalparks Senne ein. Die Zeitschrift „Unsere Senne“ wird in einer Auflage von 15.000 Exemplaren gedruckt, sie ist kostenlos und wird in ganz OWL verteilt.

„Unsere Senne“: https://np-senne.de/wp-content/uploads/2019/07/Unsere_Senne-04-2019-1.pdf