Senne. Heimat. – Klarstellung:

Wir haben das Konzept Heimat in unserer Naturschutzarbeit neu verankert. Allerdings in bewusster Abgrenzung zur Vergangenheit. Heimat symbolisiert für uns die Rückgewinnung der freien Entscheidung über die eigene Lebenswelt und im Umgang mit Natur und Landschaft. Das Ideal eines harmonischen Kultur­-Natur-Ausgleichs ist heute Teil des gesamtgesellschaftlichen Zielkonzepts „Nach­haltige Entwicklung“. Die sogenannten drei Säulen der Nachhaltigkeit umfassen die ökonomisch, ökologisch und sozio-kulturell sinnvolle Entwicklung des Ge­biets der Senne in unserem Engagement. Der Nachhaltigkeitsgedanke ist als Ideal der individuellen, d. h. regionalen Entwicklung sinnvoller Lebensverhältnisse Teil eines zeitgemäßen und demokratisch begründbaren Heimatideals.

Auch die extreme Rechte greift Natur- und Umweltschutzthemen auf, dies aber verbunden mit der Absicht, ihre völkisch-nationale Ideologie in die Mitte der Gesellschaft zu bringen. Dagegen umfasst unser Naturschutzengagement ein Verständnis von Heimat, das Fremdenfeindlichkeit und Rassismus ausschließt. Wie der Deutsche Naturschutzring DNR und der Berufsverband Beruflicher Naturschutz BBN sehen wir uns als Förderverein angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen in Natur-, Tier- und Umweltschutzorganisationen in der Pflicht, uns auch des Themas Rechtspopulismus anzunehmen. Wir setzen uns mit großer Intensität für Internationale und Nationale Naturschutzziele (Nationales Naturerbe und Weltnaturerbe- Anerkennung) ebenso ein, wie für Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege auf Landesebene (Zweiter Nationalpark in NRW). Die Ziele des Natur- und Umweltschutzes machen dabei nicht an Staatsgrenzen halt, sondern erfordern zunehmend europäische und weltweite Lösungen im Respekt und Verstehen der Völker. Naturschutz ist auf internationale Zusammenarbeit intensiv angewiesen. Dies zeigen die Anstrengungen zum Klimaschutz und zum Schutz der „Biologischen Vielfalt“ in allen Teilen der Erde. Fremdenfeindlichkeit und Rassismus, Ausgrenzung und Nationalismus stehen diesen Bestrebungen entgegen und sind für uns nicht zu akzeptieren. Die Wiederbelebung einer dem Nationalsozialismus entlehnten Blut- und Bodenideologie im Kontext der Naturschutzaufgaben darf nicht gelingen. Das gedeihliche Miteinander und der respektvolle Umgang von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Auffassung und Einstellung im Berufsfeld und Ehrenamt des Naturschutzes ist für uns essentiell. Wir sehen uns hier einig mit dem Appell des Bundespräsidenten vom Juli 2019.