Förderverein Nationalpark Senne-Eggegebirge unterstützt die Volksinitiative Artenvielfalt NRW

Erdmute von Voithenberg, Vorsitzende des Fördervereins, ist von der Volksinitiative begeistert: „Es muss uns in NRW doch auch gelingen, so gut wie die Bayern im letzten Jahr beim Volksbegehren „Artenvielfalt & Naturschönheit in Bayern“ abzuschneiden. 1,8 Mio. Menschen hatten das Volksbegehren damals unterschrieben!“ Das spornt uns an! Wir Menschen leben von der biologischen Artenvielfalt, die mit ihren Ökosystemleistungen unser Leben kostenlos sichert. Diese Vielfalt droht massiv verloren zu gehen.“ „Wenn es keine Bienen und Hummeln mehr gibt, bestäubt auch niemand mehr unsere Obstbäume und das Gemüse. Frische Luft spendende Wälder werden verschwinden, Entspannung auf bunten Wiesen kann man vergessen“, so der Vorsitzende Dr. Tom Steinlein.

Es müssen auf allen Ebenen Maßnahmen ergriffen werden, um den Artenrückgang zu stoppen! Auf EU-Ebene gibt es das Konzept „Bewilding“ – d.h. mehr Wildnis zulassen, um Artenschwund und Klimawandel besser zu bekämpfen! Für NRW hat die Volksinitiative einen Mindest-Forderungskatalog von 8 Punkten erstellt, um Politik und Verwaltung zum Umdenken zu bewegen. Für OWL ist die Senne als der Hot-Spot der Biodiversität mit ihren überaus artenreichen Sandtrockenrasen, Heideflächen, Mooren und den teilweise naturbelassenen Wäldern, den es in seiner Nationalparkwürdigkeit – zu erhalten gilt.

Was bietet sich hier mehr an, als dass das Land NRW vom Bund in der Senne Wildnisentwicklung in den Wäldern nachhaltig fördert und das Militär dies zulässt. Diese „Wilde Waldnatur“, mit einer phantastischen Vielfalt lässt das ständige Werden und Vergehen zu und ist ein Erlebnis für die Folgegenerationen, wie die Naturwald- Entwicklung, z.B. im Nationalpark Bayerischer Wald erahnen lässt. In den heutigen Pandemiezeiten wächst das Bedürfnis der Menschen, diese „wilde Natur“ zu erleben. Warum können wir uns in NRW nicht eine Scheibe von dem bayerischen Vorgehen abschneiden? Bayern weist jetzt vier neue großflächige WaldWildnisgebiete als neue Naturwälder aus! Eine derartige Initiative, neue über 1000 ha großflächige Wald-Wildnisgebiete zu schaffen, fehlt im Land NRW. Das sollte sich nun dringend ändern! Es kann schnell funktionieren: für die Senne liegen fachwissenschaftliche Gutachten für eine Wald-Wildnis-Entwicklung und das passende Schutzflächenmanagement vor. So ließe sich Punkt 3 der Forderungen aus der Volksinitiative für OWL leicht realisieren.

Also eigentlich eine ganz klare Sache (finden die beiden Vorsitzenden des Fördervereins): wem die wunderbare Natur mit ihrer Artenvielfalt in NRW und speziell OWL am Herzen liegt, der sollte das „Handlungsprogramm Artenvielfalt NRW“ mit seiner Unterschrift unterstützen! Mehr Infos unter

www.artenvielfalt-nrw.de