Teilnehmer*innen des 35. DNT in Wiesbaden (31.5.2021 – 02.6.2021) fordern:

• ein ambitioniertes Weiterentwickeln der nationalen Biodiversitätsstrategie, das die Zielsetzungen europäischer und internationaler Rahmenwerke für den Schutz der biologischen Vielfalt in vollem Umfang aufgreift und eng mit dem Klimaschutz verknüpft;

• darauf aufbauend ein mit hinreichenden Ressourcen ausgestattetes und ambitioniertes nationales Aktionsprogramm zum Umsetzen und Erreichen der Ziele der neuen nationalen Biodiversitätsstrategie, das im Sinne der UN-Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen die Erhaltung und Wiederherstellung wertvoller Naturräume und Kulturlandschaften einschließlich einer Stärkung und Weiterentwicklung des Nationalen Naturerbes aufgreift;

• die Ausweisung möglichst konfliktarmer Vorranggebiete für den Ausbau der erneuerbaren Energien mit effektiven Artenhilfsprogrammen und einer Benennung prioritärer Gebietskulissen außerhalb von Windkraftvorranggebieten gerade für diejenigen Vogel- und Fledermausarten, die vom Ausbau der Windenergie besonders betroffen sind;

• den Biotopverbund auch im Hinblick auf den Schwerpunkt der neuen EU-Anpassungsstrategie weiterzuentwickeln und naturbasierte Lösungen der Klimaanpassung auf einer breiten Basis zur Förderung der Klimaresilienz umzusetzen;

• eine Klimaanpassung, die Aspekte der Biodiversität und naturbasierte Lösungen – sowohl in Städten als auch im ländlichen Raum – vorrangig und frühzeitig in Planungsprozessen berücksichtigt sowie eine Aufwertung und Weiterentwicklung der Landschaftsplanung und anderer Instrumente der Flächenplanung zur Gestaltung der unterschiedlichen Nutzungsansprüche beinhaltet;

• die vorrangige Nutzung heimischer Baumarten zur Lösung der massiven Probleme unserer Wälder aufgrund der Klimakrise;

• die vorbildliche Optimierung der Pflege aller Liegenschaften im öffentlichen Eigentum in Bezug auf die Förderung der biologischen Vielfalt;

• eine umfangreiche Ausweitung der Finanzierung für den Naturschutz und den Personalaufbau auf allen Ebenen, um notwendige Monitoring-, Pflege- und Wiederherstellungsmaßnahmen steuern, kommunizieren und umsetzen zu können. Der Naturschutz braucht eine solide Haushaltsgrundlage!“

Vollständige Erklärung: