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3. Dezember 2020

Das stille Sterben der Schmetterlinge – Rückgang um 47%

Unser Literaturhinweis: Die Forscher und Autoren Rudolf Pähler, Hans Dudler und Axel Hille erläutern und beschreiben in ihrem neuen Buch „Das stille Sterben der Schmetterlinge“ die Ergebnisse ihrer neuen Studie. Im zweiten Teil des Buches betrachten sie die Ursachen und die Verursacher für die starken Populationsrückgänge kritisch.

In der Dokumentation werden die Populationsentwicklungen von ehemals häufigen Tag- und Nachtfalterarten im Zeitabschnitt 1975 – 2017 für das Bundesland Nordrhein-Westfalen und angrenzende, länderübergreifende Gebiete, vor allem dem südlichen Rheinland (Mittelrheingebiet) diskutiert.Ausgewählt werden 37 noch allgemein in weiten Gebietsteilen verbreitete Tag- und Nachtfalterarten. Die 37 Arten machen bezogen auf die Gesamtartenzahl der aktuell in Deutschland vorkommenden Schmetterlinge (Lepidoptera) etwa einen Anteil von einem Prozent aus. Von der Gesamtzahl der rund 94.100 Meldungen, mit etwa 601.000 Falterbeobachtungen, flossen rund 53.800 Meldungen mit 475.400 Faltern in die Trendauswertungen des Bearbeitungszeitraumes von 1975 – 2017 ein

Über alle 43 Jahre berechnet, beläuft sich die durchschnittliche Abnahme auf 47 %.

Als Hauptursachen für die in dieser Studie festgestellten Populationsrückgänge kommen der Flächenverbrauch mit der damit verbundenen Zersiedlung der natürlichen Lebensräume, die Folgen der Klimaveränderungen, die massive Lichtverschmutzung, die oftmals nicht praktizierte naturnahe Waldwirtschaft und insbesondere die massiven Negativeinflüsse durch die Nutzungsformen der modernen Landwirtschaft in Betracht.

Weiterhin sind nicht nur für den Schutz und Erhalt der Schmetterlingsfauna, sondern auch für unsere ganze heimische Fauna und Flora, großflächige Schutzgebiete von herausragender Bedeutung und absolut notwendig. So sind in NRW der Nationalpark Eifel und die Sennelandschaft ganz besondere Hot Spots an Artenvielfalt und Biodiversität. Diese Gebiete zur erhalten und zu fördern ist von Landes- und auch von nationaler Bedeutung! Für die Sennelandschaft trifft dieses im ganz besonderen Maße zu. Großflächige und zusammenhängende Flächen stellen einen sicheren Rückzugsort für unsere in starke Mitleidenschaft gezogener Natur dar.

Große militärisch genutzte Truppenübungsplätze haben sich als ideale Rückzugsgebiete für zahlreiche selten gewordenen Tier- und Pflanzenarten erwiesen. Daher ist es umso wichtiger, dass bei einer Aufgabe oder Nutzungsänderungen derartiger Gebiete, eine komplette Unterschutzstellung erfolgt. Und dafür eignet sich unser derzeit bester gesetzlicher Schutzstatus – ein Nationalpark. Für uns in OWL also ein Nationalpark „Senne“.

Interessenten können das neue Buch „Das stille Sterben der Schmetterlinge“ direkt beim Eigenverlag unter der Mailadresse rudolf@paehler.biz bestellen. Der Preis beträgt 29,80 € plus Versandkosten.

3. Dezember 2020