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10. Mai 2011

Naturschutz-Experten besichtigen Teuto und Senne

Besichtigung der Nationalparkkulisse

Experten aus Verwaltung und Naturschutz sind sich nach einer Besichtigung der potentiellen Nationalparkkulisse einig: Senne, Teutoburger Wald und Eggegebirge erfüllen die nationalen und internationalen Kriterien für einen Nationalpark.

Der Generalsekretär des Deutschen Naturschutzrings Helmut Röscheisen: „Ein zweiter Nationalpark steht dem Land NRW gut zu Gesicht. Die Nationalparkwürdigkeit des Gebiets liegt vor“.

In einer Presseerklärung des DNR heißt es weiter: „Die Vielfalt der Lebensräume für Tiere und Pflanzen gilt als einzigartig. In Heideflächen, Mooren, Bruchwäldern und Eichen-Buchenwäldern leben ca. 5.000 Pflanzen- und Tierarten. Etwa 1.000 davon stehen auf der „Roten Liste“ gefährdeter Tiere, Pflanzen und Pilze. Für Zugvögel ist die Senne von überregionaler Bedeutung. Aufgrund seiner geologischen Vielfalt auf engstem Raum wird die Region als „verworfenste“ Gegend Deutschlands bezeichnet. Entsprechend vielfältig sind die dort vorhandenen Lebensgemeinschaften.“

Der NABU-NRW Vorsitzende Josef Tumbrinck brachte es mit seiner Erklärung auf den Punkt: „Senne und Teutoburger Wald sind international nationalparkwürdig. Eine weitere fachliche Diskussion ist nicht nötig.“

Der stellvertretende Vorsitzende von EUROPARC Deutschland, Karl Friedrich Sinner, meinte im Anschluss an die Besichtigung der Gebietskulisse „Teutoburger Wald und Eggegebirge bieten ideale Voraussetzungen für einen Nationalpark. Das Gebiet der Senne wäre zukünftig eine perfekte Ergänzung für einen Nationalpark Teutoburger Wald.“ „Wenn es dem Land NRW und dem Kreis Lippe gelingt diese Pläne umzusetzen, könne man nur gratulieren“, so Sinner weiter.

Am 10. Mai hatten u.a. Vertreter des Deutschen Naturschutzring (DNR), EUROPARC Deutschland, NABU, BUND, LNU, MKULNV, Kreis Lippe, Landesverband, Forstämter, Förderverein und weiterer Organisationen eine Besichtigung der potentiellen Nationalparkkulisse Senne -Teutoburger Wald – nördliches Eggegebirge unternommen.

Bericht der LZ vom 11.5.2011

10. Mai 2011

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